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Portfolio-Glossar

DPI (Distributions to Paid-In)

Tatsächlich ausgeschüttetes Geld, geteilt durch das tatsächlich eingezahlte Kapital.

DPI ist der realisierte Teil des TVPI und die Zahl, gegen die sich am schwersten argumentieren lässt: Sie zählt nur Geld, das den Fonds verlassen und den Investor erreicht hat. Ein Fonds mit hohem TVPI und einem DPI nahe null hat Bewertungen produziert, keine Erlöse. DPI wird auch Realisierungsmultiple genannt.

Die Formel

DPI = kumulierte Ausschüttungen ÷ eingezahltes Kapital

Gezählt wird ausschließlich Geld, das den Fonds verlassen und den Investor erreicht hat. Keine Schätzung, keine Bewertung, kein Ermessen — genau deshalb ist es die Kennzahl, gegen die sich am schwersten argumentieren lässt.

Ein Rechenbeispiel

Derselbe LP hat 3.000.000 € eingezahlt und 1.800.000 € an Ausschüttungen erhalten. Der DPI beträgt 1.800.000 ÷ 3.000.000 = 0,6x: Von jedem abgerufenen Euro sind sechzig Cent zurückgekommen. Solange der DPI unter 1,0x liegt, hat die Position das verbrauchte Kapital noch nicht zurückgegeben — unabhängig davon, was der TVPI sagt.

Die Vergleiche, nach denen gesucht wird

DPI vs. TVPI

TVPI zählt Ausschüttungen plus das, was der Manager für den Rest ansetzt. DPI zählt nur die Ausschüttungen. TVPI minus DPI ergibt den RVPI, also den nicht realisierten Rest. Ein Fonds mit starkem TVPI und einem DPI nahe null hat Bewertungen produziert, keine Rückflüsse.

DPI vs. MOIC

MOIC ist ein Gesamt-Multiple inklusive nicht realisierter Werte und liegt damit näher am TVPI als am DPI. Ein realisierter MOIC, nur auf verkaufte Beteiligungen bezogen, ist die nähere Entsprechung — er misst allerdings gegen das in diesen Deals eingesetzte Kapital, nicht gegen alles, was der LP eingezahlt hat.

Die Falle wiederabrufbarer Ausschüttungen

Manche Ausschüttungen kann der Manager erneut abrufen. Ob sie aus dem DPI herausgerechnet werden oder darin bleiben, wird unterschiedlich gehandhabt, und die Entscheidung kann die Zahl in den ersten Fondsjahren deutlich verschieben. Weichen zwei Quellen beim DPI voneinander ab, lohnt hier der erste Blick.

Wann ist der DPI am aussagekräftigsten?

Spät in der Fondslaufzeit und immer dann, wenn der TVPI stark aussieht. Früh ist der DPI konstruktionsbedingt nahe null und sagt wenig. Mit zunehmender Reife wird er zu der Zahl, die realisierte Performance von einer Bewertungsmeinung trennt.

Gut zu wissen

  • Auch Realisierungsmultiple oder Cash-on-Cash-Multiple genannt.
  • Ein DPI von 1,0x bedeutet, dass der LP nominal wieder bei null ist — vor jedem Zeitwert.
  • Anders als TVPI und IRR enthält der DPI keine Schätzung und bewegt sich nicht, wenn eine Bewertung sich ändert.
  • DPI + RVPI = TVPI, auf derselben Gebührenbasis.

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